Ein erstes Aufeinandertreffen – aus meiner Sicht

Dienstag, 17 März 2009, 22:32 | Kategorie: Erfahrungen | Von: Steffi
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Hier ist er dann wohl… Mein erster und ich muss gestehen, von großer Unsicherheit geprägter Beitrag. Was sicherlich damit zusammen hängt, das ich so etwas vorher noch nie gemacht habe. Aber aller Anfang ist halt schwer. Oder?

Nachdem mir tausend Gedanken durch den Kopf geschossen sind, mit welchem Thema ich mich als erstes befassen soll, schien es mir das beste, mich auch mal zu meiner Sichtweise unseres ersten Treffens zu äußern.

Zwischen unserem ersten Chat und dem ersten Treffen lagen ja schon ein paar Tage, die von Neugier und Unsicherheit geprägt waren. Es kamen Gedanken auf wie:  “Ist es ihm wirklich bewusst, das er sich mit einer Mutter von drei Kindern trifft?”, die ich jedoch schnell beiseite schob mit der Erklärung, es ist nur ein Treffen. Also völlig unverfänglich. Ich muss gestehen aufkeimende Hoffnungen, habe ich auch schnell versucht zu ersticken. Vielleicht, weil ich zu der Zeit selbst nicht glauben konnte, dass es sich ein (noch dazu jüngerer) Mann antut, etwas ernstes von einer dreifachen Mutter zu wollen. Also freute ich mich riesig darauf, mit einem wahnsinnig interessanten Menschen (wie es sich für mich im Chat herraus kristallisierte),  einfach einen tollen Abend auf der Kirmes zu verbringen. Es war ein sehr netter Abend und ich freute mich über sein Einverständnis in Kontakt zu bleiben. Da die Kirmes bei uns zu Pfingsten stattfindet und Dienstags immer mit einem Feuerwerk abschließt, beschloss ich ihn zu fragen ob er nicht Lust habe, sich an dem Abend noch einmal mit mir und (die Probe aufs Exempel) meinen beiden Großen zu treffen.

Das was zunächst so einfach schien, nach seiner Zusage, sollte sich bald als wahrer Gedanken Marathon entpuppen. Geimpft und zu gleichermaßen beseelt, von schlechten Erfahrungen; gesellschaftlichen Vorstellungen und ihren “Werten”; eigenen Hoffnungen und Unsicherheiten und  “last but not least” die Frage, wie werden die Kinder ihn finden, machte ich mich mit den Beiden auf den Weg. Also ich denke, wenn man die Kinder fragt, wie sie mich den Abend auf den Weg erlebt haben, so würden sie mich sicherlich ein wenig als ferngesteuert bezeichnen. Aber jetzt im Rückblick kann ich sagen, das es ein super Abend war und sich meine Gedanken und Sorgen nicht bewahrheitet haben. Die Kinder haben sehr positiv auf ihn reagiert und er hat durch seine Offenheit auch sehr schnell einen Draht zu ihnen gefunden.

Seit unserem dritten Treffen sind wir ein Paar, ich kann mein Glück bis heute noch nicht fassen. Nach wie vor mache ich mir Gedanken darüber, ihn mit der geballten Ladung an Familie zu überfordern oder gar zu verscheuchen. Denn im Gegensatz zu den “normalen” Problemen einer Beziehung bzw. in einer Familie, müssen wir sozusagen über den Tellerrand hinausschauen. Denn hier ist der Ex nicht einfach Ex, sondern auch Vater meiner Kinder. Das heißt eine absolute Abgrenzung zu meiner Vergangenheit, gibt es nicht. Der leibliche Vater ist immer allgegenwärtig. An dieser Stelle sei mir ein persönlicher Kommentar gewährt: “Marc, ich liebe Dich!”, und: “Danke, für deine Offenheit und Geduld!”

Ich würde jetzt gerne als Abschluss in diesem Bericht ein Fazit ziehen, aber ich denke das ist nicht “wirklich” möglich. Denn jedem der in solch eine Patchwork  Situation gerät wie wir, kann man nichts wirklich raten. Außer auf das zu hören, was das Herz einem zu Beginn verrät und offen zu sein und zu bleiben.

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