Eine Art von Erziehungsplan
Ich denke in einer Patchwork-Familie ist es wichtig, dass es für die Erziehung der Kinder eine Art Plan gibt, eine Übereinkunft, mit der beide Partner einverstanden sind. Da ich selbst keine Kinder mit in unsere Beziehung gebracht habe, ist es bei uns etwas einfacher und es hat sich so eingespielt, dass ich die Erziehung die Steffi vorgibt behutsam unterstütze, was gut funktioniert und sicherlich auch den Kindern entgegenkommt.
Wenn ich mir aber nun vorstelle, dass einer der Partner eine andere Erziehungsstrategie verfolgt als der Andere, dann sind Probleme wohl vorprogrammiert. Nicht nur die Partner würden darüber in Streit geraten, auch für die Kinder wäre es nicht gut, wenn es keine klare Linie gibt, an der sie sich orientieren können.
Am Anfang unserer Beziehung habe ich mich sehr stark zurückgehalten, was in meinen Augen auch der richtige Weg war, denn inzwischen stellen sich ganz automatisch für mich kleine Erfolgserlebnisse ein, wenn eines der Kinder mich mal fragt, ob es etwas Süßes oder an den Computer darf. Das machen sie natürlich nur, wenn die Mutter nicht greifbar ist, aber sie machen es. Es hat zwar lange gedauert an diesen Punkt zu gelangen, aber die ausdauernde Zurückhaltung hat sich so gesehen gelohnt.
Steter Tropfen höhlt den Stein. Oder anders gesagt: Einfach da sein und zuhören.


