Patchwork-Familien und die Sache mit der Gleichbehandlung

Mittwoch, 15 April 2009, 12:58 | Kategorie: Alltägliches | Von: Marc
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Was mir in der letzten Zeit gelegentlich auffiel ist die Tatsache, dass Patchwork-Familien nicht immer als “richtige Familien” angesehen werden. Akut ist mir das bei meiner diesjährigen Urlaubsplanung aufgefallen, in der ich natürlich versuche meinen Urlaub in die Ferien zu legen, so wie es bei einer Familie eben einfach Sinn macht. Was soll ich Urlaub nehmen, wenn die Kinder zur Schule gehen?

Es ist zwar nicht so, dass offen gesagt würde, dass unsere Familie nicht als Familie zähle, aber es gibt da auch immer einen gewissen Teil der Kommunikation, der unausgesprochen bleibt – ein komisches Gefühl, das bleibt.

Das führt natürlich unweigerlich zur Definition von Familie, die vor 20 Jahren sicherlich noch eine Andere war als heute. Es wird Zeit, dass sich in den Köpfen der Menschen etwas ändert – vorallem in Zeiten, in denen jede zweite Ehe geschieden wird. Klar sind Steffis Kinder nicht meine Kinder, aber sind wir deswegen weniger Familie, als wäre ich der leibliche Vater? Ich denke nicht. Ich habe auch ein Recht auf gemeinsame Unternehmungen oder gemeinsame Urlaube, schließlich habe ich mich doch dazu entschieden und ich finde meine Entscheidung sollte auch von meinen Arbeitskollegen respektiert werden.

Es wird ja auch respektiert, aber mit einem leicht schalen Beigeschmack. Manchmal – und meiner Empfindung nach.

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